Peleniawacht

„Jedes Tor ist unnütz, solange nicht derjenige versucht, hindurch zu kommen, zu dessen Abwehr es erbaut wurde.“
– Ania Lir, Chronistin der Kerivonuler Schule in „Der alte Pass“
Peleniawacht ist die zweite der Ibundiler Wachfestungen am dunklen Pfad. Was auf ahnungslose Reisende im ersten Moment wie eine baufällige Ruine wirkt, ist in Wahrheit das Familiensitz der Wappenfamilie Run Pelenia und das ständige Zuhause von rund 150 Menschen. Die Festung verschließt den dunklen Pfad an einer Engstelle vollständig und sichert so den Weg weiter ins Gebirge.
Der aktuelle Wächter der Festung ist Lugundus Run Pelenia.
Erscheinungsbild & Atmosphäre
Peleniawacht wirkt auf den ersten Blick ziemlich baufällig. Die Mauern, die den Kern der Anlage bilden, scheinen alt und verfallen. Darauf gebaut sind eine Unzahl an Holzanbauten, Dächern, Türmen, Pavillons, Erkern, Wehrgänge, …. Besonders ist, dass sich Peleniawacht einmal über die schmale Schlucht erstreckt; von einem Berghang zum anderen. So verhindert sie nicht nur, dass Unbefugte den dunklen Pfad nutzen, sondern hindert Reisende auch daran, die Sperre zu umgehen. Zudem hängt ein scheinbar nutzloses Holzgatter über der Schlucht.

Doch Peleniawacht ist dennoch eine der ausgeklügelsten Befestigungen unter den Ibundiler Wachfestungen. Die Festung reicht bis tief in den Fels; seine Tunnel reichen bis weit in den Berg zu Hallen und weiteren Wachtürmen, die Ausweichrouten des dunklen Pfads überwachen und versperren.
Geografie & Lage
Peleniawacht liegt auf dem dunklen Pfad zwischen Adlertor und Taunisschlund. Man benötigt etwa einen Tagesmarsch in jede Richtung, um die nächste Festung zu erreichen.
Peleniawacht liegt in einer Senke des Gebirges. Es gibt mehrere Schluchten, die eine Umgehung des dunklen Pfads ermöglichen würden. Sogar kleine Plateaus, auf denen Dörfer und auch eine kleine Stadt liegen. Die Festung selbst ist an der schmalsten Stelle erbaut. Hinter ihr treffen sich mehrere Wege der Umgebung, um weiter auf dem dunklen Pfad in Richtung Ibundil zu führen. Hier gibt es hauptsächlich Steine und Moose, so wie vereinzelte Bäume und kleine Wäldchen am Hang.
Geschichte
Peleniawacht wurde nach der erfolgreichen Vertreibung der Legneeiden erbaut. Die Wappenfamilie Run Pelenia, die als Botschafter in Elurba gelebt und eine entscheidende Rolle bei der Einnahme von Ibundil gespielt hatten, bekamen das Land im Gebirge sowie reichhaltige Mittel zum Erbau einer Festung zugesprochen. Sie erbauten Peleniawacht als große Festung zwischen die Schlucht. Doch in der anarkanischen Revolution umging eine Armee die Festung einfach.
In der Folge durchzogen sie ihr Land mit Mauern und Wachtürmen, die sie bemannten. Sie fingen an, in den Berg zu graben, um all die Befestigungen miteinander zu verbinden. Dabei nutzten sie heimlich Erdmagier, die sie getarnt in ihre Festung schleusten. Ein weit verzweigtes Tunnelnetz entstand. Zusammen mit erhabenen Kammern, Räume, die die der Festung beinahe übertrafen.
Als dann in einem großen Krieg die Festung des Adlers fiel, drangen die Truppen weiter bis nach Peleniawacht vor. Die Familie und die Soldaten wehrten sich hart gegen die Armee an Magiern, doch diese zerstörten Peleniawacht beinahe bis auf die Grundmauern. Im letzten Moment trafen die Truppen Ragews ein und schlugen die Armee zurück. Die Familie Run Pelenia begann, die Festung wieder aufzubauen. Doch sie verzichteten auf die große äußere Burg. Sie nutzten die Ruinen, um eine Torfestung zu bauen und bauten diese immer weiter aus. Stattdessen konzentrierten sie sich mehr auf das Tunnel- und Höhlensystem, das sie gegraben hatten.
Seitdem residiert die Wappenfamilie mehr in den Höhlen als in der äußerlich sichtbaren Festung.
Bewohner & Kultur

Peleniawacht ist eine der Wachfestungen, die tatsächlich Zentrum eines ganzen Gebietes sind. Ihre Ländereien reichen weit über das Gebiete und umfassen viel Dörfer und sogar eine kleine Stadt. Entsprechend leben auch mindestens 150 Menschen auf der Festung. Hierbei sind die Wachen nur in Teilen mitgerechnet, da die meisten in den Dörfern leben.
Peleniawacht ist Ibundil zugewandt. Der Ton auf der Festung ist förmlich.
Das Zentrum des Lebens ist die Festung nur selten. Sie teilt sich die Aufmerksamkeit mit der kleinen Stadt, die etwa eine Wegstunde über einen Pfad von der Festung entfernt ist. Insbesondere ist sie auch der Hauptwohnsitz der Wappenfamilie Run Pelenia. Entsprechend wohnen beinahe alle Zweige der Familie hier; in etwa 40 Angehörige.
Wichtige Orte / Räumlichkeiten

- Am wichtigsten ist der Richtsaal, direkt an der Festung im Berg liegend. Von hier aus regiert der Wappenfürst (Lugundus) über seine Ländereien.
- Auch die Festhalle und die privaten Gemächer liegen geschützt im Inneren des Berges. Sie sind besonders prachtvoll und mit viel Liebe ausgestattet.
- Eine kleine Bibliothek enthält Schriften bis hin zurück zur Zeit, als die Run Pelenias noch in den Elfenlanden gelebt hatten. Die Bibliothek liegt rechts im Berg, eine Lese- und Schreibstube ist in einem der rechten Türme untergebracht.
Besonderheiten & Ressourcen
Die Ländereien von Peleniawacht werfen einen guten Ertrag ab. Die Wächter von Peleniawacht gehören zu den reicheren Ibundiler Familien, auch wenn man das ihrer Festung erstmal nicht ansieht.
Das Tor, das scheinbar nutzlos in der Luft hängt ist tatsächlich mit einem (momentan leeren) Siegelnetz durchzogen. Wird es aktiviert, erschafft es eine Barriere, die selbst weit über der Festung noch die Schlucht versperrt.


