Ibundil

„Engel und Dunkelheit. Leben und Tod. An nur wenigen Orten in Lirzakin haben diese je näher aneinandergelegen.“
– Algios Taleete, Prinz Ibundils, Bruder von Großfürst Lendo II. Taleete
Ibundil ist eine der Großstädte Lirzakins. Sie liegt am Übergang des Festlands auf die anarkanische Halbinsel mitten im Gebirge. Sie ist damit das zentrum des dunklen Pfads, des einzigen sicheren Handelswegs durch das Gebirge der Landenge. Ibundil wird von den Ibundiler Wachfestungen geschützt. (siehe unten).
Einst wurde Ibundil auch „Engelstritt“ genannt, da der Zugang nach Lem Mihret, der Welt der Legneeiden, sich direkt über der Stadt befindet.
Erscheinungsbild und Atmosphäre
Ibundil besteht aus mehreren Festungen, Vierteln und Ansiedlungen im Gebirge, die nicht alle direkt miteinander verbunden sind. Die meisten Bauten stammen aus der Zeit nach der Legneeidenherrschaft und sind deswegen in einem annährend gotischen Stil errichtet. In die Strukturen der Stadt sind auch Überbleibsel der Himmelsstadt Elurba eingearbeitet. So gibt es immer wieder Gebäude/Viertel/Strukturen, die einen fast ätherischen Stil haben.
Die kleineren Viertel Ibundils, die nicht zu den Festungen gehören, sind meist dennoch von Mauern umgeben, in den Fels gehauen oder geschützt in eine Felsnische gebaut. Sie erstrecken sich über das gesamte Talsystem, in dem Ibundil liegt.
Zentral sind zudem die vielen Brücken, die einerseits die Stadtteile miteinander verbinden, andererseits aber auch zum „dunklen Pfad“ gehören, der Tranurt mit den anarkanischen Landen verbindet.
Geografie und Lage

Ibundil liegt in dem Gebirge, das die Landbrücke zwischen der anarkanischen Halbinsel und dem Rest des Kontinents bildet. Die Berge sind hoch und zerklüftet, die Schluchten tief, unwirtlich und meist von Flüssen durchzogen. Den Großteil des Jahres ist es kalt genug, dass Schnee fällt und liegt. Die Gipfel über der Stadt sind durchgehend von Schnee und Eis bedeckt.
An den Felsen schmiegen sich schmale Pfade, alte Türme, Ruinen und Gebäude. Kleine Stadtteile, die wie abgelegene Bergdörfer wirken, verstecken sich in den zerrissenen Spalten des Gebirges.
Ibundil selbst ist ziemlich am Rand des Gebirges hin zur anarkanischen Halbinsel gelegen. Hier breitet sich auf einer Hochebene ein Talsystem aus, das alle gangbaren und ins Gebirge führenden Wege vereint und ein Nadelöhr zum einzigen Weg hinunter in die Ebene bildet. An dieser Stelle steht das Rubinstor.
In diesem Talsystem ragen Felsnadeln hervor, die zum Bau mächtiger Paläste und Festungen genutzt wurden. Sie bilden das Hauptbild, das Wanderer von Ibundil im Kopf behalten.
Geschichte Ibundils
Ibundil war schon früh als Handelsstützpunkt gegründet worden. Noch im großen Frieden begannen die Legneeiden, über Ibundil ihre Stadt Elurba zu errichten. Die Magier der Legneeiden fanden kurz darauf eine Möglichkeit, Taschendimensionen zu öffnen. Zum Schutz ihrer Art, ihrer Kultur und ihres Wissens zogen sich in eine davon, nach Lem Mihret zurück. Nur wenige Legneeiden blieben in Elurba. Währenddessen schuf in Ibundil eine Gruppe apanthrischer Magier ein Portal in die Totenwelt.
Während eines großen Kriegs kamen die Legneeiden aus Lem Mihret zurück und landeten in Ibundil. Von hier aus begannen sie die repantrischen Kriege, um Lirzakin Ordnung aufzuzwingen. Die „Legion der Dunkelheit“ schlug die Legneeiden schließlich zurück und drängte sie zurück nach Lem Mihret. Dabei wurde Elurba zerstört. Die Trümmer fielen auf Ibundil und zerstörten es beinahe vollständig. Die Stadt wurde wieder aufgebaut, diesmal mit großen Festungsanlagen, um nicht nur die Legneeiden das nächste Mal aufzuhalten, sondern auch um die Halbinsel zu schützen.
In der anarkanischen Revolution wurde Ibundil schließlich erneut zur Grenzfestung. Ihr gegenüber Tranurt. Nachdem sich die Fronten nicht zu lösen schienen, wurden die Städte als Grenzstädte definiert. In der Folgezeit näherten sich beide immer mehr an und wurden zu engen Partnern. Ibundil verlor einen Großteil seiner Bedeutung durch den Bau des Tranurtianischen Tors, das seitdem die anarkanische Halbinsel vor Lirzakin schützt.
Bewohner und Kultur
Die Bewohner Ibundils kamen zum Großteil aus den beiden Kriegen, die hier endeten: der Legion der Dunkelheit und der anarkanischen Revolution. Zudem sind einige zugereiste, die auf Handelswegen in Ibundil hängen geblieben sind.
Die Ibundiler wirken oft zurückgezogen, sind aber in kleinen Gruppen unglaublich gesellig. Man bemüht sich, niemandem zu schaden, niemandem groß aufzufallen. Professionalität ist eine der größten Tugenden. So hört man auch von der Politik wenig.
Die Wächterposten (Wächter einer der Ibundiler Wachfestungen) gelten als große Ehre. Sie werden in Familien weitervererbt und die Familien haben ein hohes Ansehen in der Stadt. Als oberster Herrscher der Stadt steht jedoch der Großfürst von Ibundil, der seit der Zeit der Legion der Dunkelheit von der Linie Taleete besetzt wird. Der momentane Herrscher der Stadt ist Großfürst Daniono Taleete von Ibundil.
Das größte Fest in Ibundil ist die Sturzweihe. Hierbei wird die ganze Stadt mit bunten Tüchern geschmückt und man feiert auf den Brücken und Mauern. Einer der Bräuche ist, eine Puppe mit dem Abbild eines geliebten Menschen zu fertigen und diese dann von der Brücke in die Tiefe zu werfen. Schafft man es, sie so zu werfen, dass sie von der Brücke aus nicht mehr gesehen werden kann, soll die Person, die sie darstellt, im nächsten Jahr vom Glück verfolgt sein.
Wichtige Orte und Persönlichkeiten
Die wichtigsten Festungen der Stadt sind Taleestritt, der Sitz der Familie Taleete, die stumpfe Feste, die das Zentrum des Handels markiert (der Name rührt daher, dass ihre Türme keine Dächer, wie in Ibundil üblich, sondern Zinnen haben) und die Thronburg, der Regierungssitz der Stadt.
Ansonsten ist der „dunkle Pfad“, die Handelsstraße zwischen Tranurt und der Halbinsel essentiell für Ibundil.
Wichtig sind auch die Ibundiler Wachfestungen. Allgemein sind die meisten Orte in Ibundil nur für einen Stadtteil, eine Siedlung oder eine bestimmte Festung wichtig. Denn die Stadt ist so ausgedehnt und Teile von ihr so weit entfernt, dass die meisten Bewohner bei weitem nie die ganze Stadt gesehen haben bzw. je sehen werden. So spielt das Rubinstor in den Handelssiedlungen nahe dem Weg zur Ebene eine auch kulturell kaum zu übertreffende Rolle, während es in den Flusshäfen oder den Nadelfestungen teils nicht einmal gekannt wird.
Besonderheiten und Ressourcen

Oberhalb von Ibundil liegt der Eingang in die Taschendimension der Legneeiden, Lem Mihret.
Die Trümmer der Legneeidenstadt Elurba sind in der Stadt verbaut.
Eines der wichtigsten Portale in die Totenwelt liegt in Ibundil.
Rund um Ibundil gibt es aktive und stillgelegte Minen aus allen Zeitaltern.


