Kentasirische Hohlschilde

„Kentasirische Hohlschilde sind die schrecklichste Erfindung, die die Elfen je gemacht haben. Und zwar für die Soldaten beider Seiten.“
– Lasminias, Chronist des 2. Doxapolis
Die Krieger Kentasirs haben der Tradition wegen immer schwere Schilde dabei. Das Besondere an diesen Schilden ist, dass nicht die konvexe, sondern die konkave Seite dem Feind zugewandt wird. Somit ist der Griff an der nach außen gewölbten Seite befestigt ist. Die Art dieser Schilde stammt noch aus der Zeit der Entstehung der Phänoberge.
Um Rebellionen der teils unglaublich starken und gelehrten Gefangenen niederschlagen zu können, entwickelten die Elfen Schilde, die Angriffsmagie fast jeder Art mindestens abschwächen oder abfangen, wenn nicht sogar bündeln und zurückwerfen konnten. Zur Herstellung der Schilde verwendeten sie Drachenschuppen und starke Siegelmagie. In die Offiziersschilde wurden Artefakte eingelassen. Nur durch Kentasirische Hohlschilde konnten die Elfen ihre Gefangenen so sehr in Schach halten, dass sie sie zwingen konnten, das magielose Gebirge auf der Insel Phäno zu errichten.
Nachdem die Berge fertiggestellt worden waren, gingen die Schilde in den Besitz Kentasirs über, da die Elfen sie nicht mehr bracuhten. Ebenso wie Kentasir und die Insel Phäno selbst vergaß das Festland schließlich auch die Schilde. Derweil gingen sie in die Mystik Kentasirs ein. Der gewaltige Vorrat mächtiger Schilde sorgte für Traditionen, Aberglauben und ein ganzes Zeremoniell. Sie werden in Kentasir deshalb immer weiter gepflegt und verwendet. Neu hergestellt können sie aber nicht werden. Die Methode ging verloren. Da Kentasir keinem Feind wie damals mehr gegenüber steht, sondern ausschließlich schwächeren Landstreitkräften und vielen Flotten anderer Nationen, werden die Schilde nicht mehr zum Kampf verwendet. Sie dienen nunmehr der Tradition und Zierde. Sie werden für Paraden, Schaukämpfe und zum Auftritt vor Truppen anderer Nationen genutzt.
Noch immer gibt es in Kentasir jedoch einen Orden, der die wahre Herkunft und den Nutzen der Schilde kennt. Sie sind es auch, die die großen Lager der Schilde im alten Tempelbezirk der Stadt bewachen und verwalten. Sie sind der Grund, aus dem die Wache der Wasserstraße ins Gebirge weiterhin die Schilde auch im Dienst trägt; auch wenn es seit Jahrhunderten Streit darum gibt.




